Saccharin: der älteste Süßstoff und der Krebsverdacht

Saccharin ist der älteste künstliche Süßstoff der Welt – und einer der umstrittensten seiner Geschichte. Zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Auf einen Blick

Saccharin ist kalorienfrei, sehr hitzestabil und 300- bis 500-mal süßer als Zucker. Der alte Krebsverdacht aus Tierversuchen gilt für den Menschen als widerlegt; Saccharin wurde von den Warnlisten gestrichen. Nachteil: ein leicht metallisch-bitterer Nachgeschmack.

Was ist Saccharin?

Saccharin (E 954) wurde bereits 1879 entdeckt. Es liefert keine Kalorien und wird vom Körper unverändert ausgeschieden.

Der historische Krebsverdacht

In den 1970er-Jahren lösten Studien Blasentumore bei Ratten aus, was zu Warnhinweisen führte. Später zeigte sich, dass dieser Mechanismus nicht auf den Menschen übertragbar ist. Saccharin wurde daraufhin rehabilitiert und von den Krebs-Warnlisten entfernt.

Geschmack und Einsatz

Saccharin schmeckt in höherer Dosis leicht metallisch-bitter und wird deshalb oft mit anderen Süßstoffen kombiniert. Dank seiner Hitzestabilität eignet es sich auch zum Kochen.

Häufige Fragen

Ist Saccharin krebserregend?

Nein. Der frühere Verdacht aus Rattenstudien gilt für den Menschen als widerlegt.

Ist Saccharin hitzestabil?

Ja, es eignet sich zum Kochen und Backen.

Fazit

Saccharin ist ein bewährter, sicherer Süßstoff mit langer Geschichte – nur geschmacklich nicht jedermanns Sache. Der Gesamtüberblick steht in der Zuckerersatz-Übersicht.